→ Alexandersittich: Ein Freund fürs halbe Leben

Psittacula-eupatria_by_Edward_Lear_1812-1888
Der Alexandersittich ist die älteste in Europa bekannte Papageienart. Den Namen hat er von seinem Entdecker. Infolge des Asienfeldzugs von Alexander dem Großen gelangte der Papagei als Mitbringsel nach Europa.

Das natürliche Verbreitungsgebiet des Alexandersittichs ist der Süden Asiens. Das Gebiet reicht von Afghanistan über Indien bis nach Sri Lanka, Thailand und Vietnam – alles schöne Länder. Dort bewohnt der Papageienvogel Wälder und aufgelockerte Kulturlandschaften. In Schwärmen zieht der Alexandersittich durch die Lande, immer auf der Suche nach Getreide, Nüssen, Samen und auch Früchten. Die Lebenserwartung des gefiederten Vegetariers liegt zwischen 20 und 30 Jahren. Auch bis zu 40 Jahre sind möglich. Ein Freund fürs halbe Leben.

Der Alexandersittich hat einen roten Schnabel, braunrote Schulterklappen und olivgrünes Gefieder. Ab einem Alter von 2,5 Jahren bildet sich bei den männlichen Vögeln am Hals ein farbiges Band. Dieses Halsband ist schwarz und wird im Nacken rosafarben. Aufgrund seiner Schönheit erregte der Vogel auch Alexanders Aufmerksamkeit. Der macedonische Feldherr ließ einige dieser Tiere einfangen und als Präsente nach Griechenland schicken, wo die Paradiesvögel zu Statussymbolen avancierten.

Mit rund 50 Zentimetern Körpergröße ist der Alexandersittich der größte Vertreter aus der Gattung der Edelsittiche. Er wird auch Großer Alexandersittich (Psittacula eupatria) genannt, um ihn von seinem kleinen Bruder, dem Halsbandsittich (Psittacula krameri) zu unterscheiden. Die enge Verwandtschaft zwischen Großem und Kleinem Alexandersittich zeigt sich sowohl am Aussehen (Halsband, grünes Gefieder) als auch am ähnlichen Verhalten.

Der kleine Alexandersittich

Der Kleine Alexandersittich ist die am weitesten verbreitete Papageienart. Im Gegensatz zum Großen kommt die Kleinen nicht nur in Asien, sondern auch in Afrika vor, wo sie ein schmales Band vom Senegal über den Sudan bis Somalia besiedeln. Dank ihrer Robustheit und Anpassungsfähigkeit gibt es mittlerweile auch Populationen in deutschen Parkanlagen, beispielsweise in Wiesbaden, Köln und Düsseldorf. Dort erfreuen die Neozoen die Touristen und ärgern die Stadtverwaltungen.

Übrigens, die lateinische Bezeichnung Psittacula alexandri alexandri heimste fälschlicherweise der Rosenbrustbartsittich ein. Carl von Linné, der Vater der Binominalen Nomenklatur, hatte diese Nominalform 1758 irrtümlich an einen Vogel vergeben, den Alexander der Große niemals gesehen haben dürfte, denn sie lebt auf den indonesischen Inseln. Doch wer zuerst kommt, benennt zuerst, und die lateinische Namensform blieb. Sie war und ist und bleibt die erste Binominale Nomenklatur im Vogelreich.

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Über Alexander

Ich bin außer mir.
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