→ Lex Barker: Dschungelkönig und Prärieheld

Wenn man an Tarzanfilme denkt, haben manche Olympiasieger Johnny Weissmüller vor Augen, andere den blonden Lex Barker. Vor allem in den USA verband man die Tarzanrolle mit dem 1 Meter 90 großen Hünen. In Deutschland ist Lex Barker eher als Old Shatterhand bekannt geworden. Im kollektiven Kinogedächtnis reduziert sich Barkers Können auf Filmhelden, die ihre Herkunft aus der Groschenliteratur nicht verleugnen können.

Alexander Crichlow Barker Jr.
* 8. Mai 1919 in Rye, New York
† 11. Mai 1973 in New York City

Alexander Crichlow Barker Jr. wurde als zweites Kind des wohlhabenden Bauunternehmers Alexander Crichlow Barker Sr. geboren. Weil der Vater bereits Alex genannt wurde, rief man den Jungen „Lex“. Lex stammte aus einer traditionsreichen, amerikanischen Familie. Lex war ein direkter Nachfahre von Sir Henry Crichlow, Generalgouverneur des Inselstaates Barbados, und Sir Roger Williams, Generalgouverneur der Kolonie Rhode Island sowie Gründer von deren Hauptstadt Providence. Doch für Lex Barker war schon frühzeitig klar, dass er etwas anderes machen würde als seine noblen Vorfahren. Der Zufall wollte es, dass zur Zeit seiner Geburt gerade ein neuer Filmstar die Leinwand ausfüllte: „Tarzan, König des Dschungels“. Tarzan sollte Lex Barker sowohl als Filmfigur als auch als Comicheld ein Leben lang begleiten.

Zuerst war Tarzan für Lex ein kindliches Vorbild beim Spielen unter freiem Himmel und beim Bau von Buden. Später wollte Barker Schauspieler werden, doch der Marinedienst im Zweiten Weltkrieg kam dazwischen. Nach dem Ende des Krieges suchte der Filmproduzent Sol Lesser nach einem Ersatz für Johnny Weissmuller. Der Österreicher war den Produzenten nach zwölf Filmen zu teuer und auch zu alt. Die freie Rolle ging an den großen Unbekannten Lex Barker. Die Rolle seines Lebens. Erst nach fünf Filmen war Schluss und Barker wechselte nach Good Olde Europe. Hier spielte er in Federico Fellinis „La Dolce Vita“ die Rolle des eifersüchtigen Ehemannes und ohrfeigte sowohl Anita Ekberg als auch Marcello Mastroianni.


Den Zugang zum deutschen Markt verhalfen ihm zwei Filme um das Verbrecherhirn „Dr. Mabuse“. Dann kam das Angebot, in einer Karl-May-Verfilmung mitzuspielen, er sollte Old Shatterhand verkörpern. Prompt lehnt er ab, doch seine erkrankte Ehefrau überredet ihn, das Engagement anzunehmen. Es wird wieder die Rolle seines Lebens. Dann stirbt seine Frau. Barker tröstet sich mit der spanischen Schönheitskönigin Carmen Cervera, die ein Fan von ihm ist und 1965 seine fünfte und letzte Ehefrau wird. Drei Tage nach seinem 54. Geburtstag erliegt Barker auf der Lexington Avenue in Manhattan einem Herzinfarkt. Da er keinerlei Dokumente bei sich trug, konnte er nur anhand einer gravierten Armbanduhr identifiziert werden.

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Über Alexander

Ich bin außer mir.
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